Asyl-Kritiker marschieren in Bischofswerda auf – Demo durch die Südvorstadt

Demo-Stimmung am Freitag Abend in Bischofswerda. Gegen 18.30 Uhr versammelten sich nach und nach etwa 50 Menschen vor der Asylbewerber-Erstaufnahmeeinrichtung an der Belmsdorfer Straße, um gegen das Heim zu demonstrieren. Angeheizt wurde die Menge durch die bereits aus Hoyerswerda bekannte Gabriele Wittinger. Sie meldete noch vor Ort eine Marschkundgebung an. Lautstark zog der Mob durch die Südvorstadt. „Frei, sozial und national“ wurde gerufen. „Wir wollen keine Asylantenheime“ war die klare Botschaft, die nach Außen getragen wurde. Der  Demonstrationszug traf schließlich wieder am Asylheim ein und sammelte sich in der Einfahrt. Zwischenzeitlich waren einige junge Menschen in der Einrichtung, um zu helfen und Spenden abzugeben. Hier trafen beide Fronten aufeinander. Beschimpfungen und verbale Auseinandersetzungen waren die Folge, ehe die Polizei die asylkritische Meute auseinander trieb. Hier kamen auch zwei Polizeihunde zum Einsatz. Polizeisprecher Tobias Sprunk beschreibt die Demonstranten als agressiv und aufgeheizt. Offenbar war auch Alkohol im Spiel. Viele der Männer und Frauen waren bereits in der Nacht zu Freitag mit vor Ort, als es zu ersten Tumulten kam. Am heutigen Abend blieb es da etwas ruhiger. Ein eintreffender Flüchtlings-Bus wurde noch ausgebuht, die Polizei schirmte die Zufahrt schließlich mit einer Kette aus Streifenwagen ab, damit die Ankömmlinge ohne Zwischenfälle in das Heim kommen konnte. Auch Hilfskräfte von DRK und THW wurden ausgebuht und beschimpft. Zu Anzeigen oder Festnahmen kam es bisher noch nicht. Wie lange die Situation andauern wird ist noch unklar.

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