Details zum LKW-Unfall auf der A4

In dem Tank befanden sich etwa 25.000 Liter einer ätzenden, gesundheitsschädlichen Flüssigkeit (UN 80-3264). Die Hülle hielt dicht, jedoch ergossen sich etliche Liter Diesel aus dem beschädigten Tank der Zugmaschine auf die Fahrbahn. Diesen nahm die Feuerwehr mit Bindemittel auf.

Wie bei Unfällen mit Gefahrgut üblich, traten von Beginn an festgelegte und Abläufe in Kraft. Die Freiwilligen Feuerwehren aus Ottendorf-Okrilla, Medingen, Wachau, Grünberg, Wilthen und Cunewalde waren mit Unterstützung der Berufsfeuerwehr Bautzen mit rund 40 Kameraden im Einsatz. Auch ein ABC-Fachberater des Landkreises Bautzen prüfte vor Ort die Situation. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass weder für die Bevölkerung, noch die Umwelt eine unmittelbare Gefahr bestand.

Der Havariekommissar legte fest, dass die betroffene Spedition aus dem Erzgebirge mit einem Ersatzfahrzeug anrücken wird. Dann wird die flüssige Ladung umgepumpt. Erst danach kann der verunfallte Lkw aufgerichtet und abgeschleppt werden. Dazu wird ein Kran und anderes schweres Gerät an die Unfallstelle gebracht, anschließend die Fahrbahn gesäubert und die beschädigte Baustelleneinrichtung wieder hergestellt.

Die Bergungsmaßnahmen werden nach ersten Schätzungen bis spät in den Abend, möglicherweise bis Mitternacht andauern. Ziel ist, dass der Berufsverkehr am Dienstagmorgen die Autobahn wieder möglichst ungehindert befahren kann.

Stichwort Rettungsgasse: Die Einsatzkräfte hatten auf der Anfahrt erneut einige Mühe, zur Unfallstelle zu gelangen. Viele Reisende, insbesondere auch Lkw-Fahrer in der linken Fahrspur, behinderten Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienst.

Für die Reisenden in Fahrtrichtung Dresden und Görlitz hatte der Unfall erhebliche Behinderungen zur Folge. Schnell bildeten sich kilometerlange Staus. Das Technische Hilfswerk leitete den Verkehr an den Anschlussstellen Pulsnitz (Fahrtrichtung Dresden) und Ottendorf-Okrilla (Fahrtrichtung Görlitz) ab. Die Umleitungsstrecken führten über Land und waren ebenfalls stark belastet. Dem internationalen Fernverkehr in Richtung Polen wurde empfohlen, die Oberlausitz weiträumig zu umfahren. Hier waren die Autobahnen 13 und 15, an Cottbus und Forst vorbei, eine geeignete Route. Die Verkehrspolizei sorgte dafür, dass die im Stau Stehenden zügig zu den letzten freien Anschlussstellen zurückgelotst wurden, damit bei den sommerlichen Temperaturen niemand länger als nötig ausharren brauchte.

Der Verkehrsunfalldienst der Polizeidirektion hat die Ermittlungen zur Ursache der Kollision aufgenommen. Der Sachschaden wird nach ersten Schätzungen vermutlich mehr als 100.000 Euro betragen. [Quelle: Polizei | Fotos: Rico Löb]

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