Droben: Lagerhalle brennt seit 26 Stunden

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Seit nun schon 26 Stunden sind die Einsatzkräfte an der Lagerhalle eines Abfallbetriebes in Droben bei Radibor im Einsatz. Am Sonntag Mittag hatte ein aufmerksamer Zeuge bemerkt, wie Rauch aus der Halle drang. Als die Feuerwehr eintraf, begann sich der Brand jedoch so rasant auszubreiten, dass die komplette Halle kurze Zeit später in voller Ausdehnung in Flammen stand. Etwa 300 Kubikmeter Wertstoffmüll waren es, die aus noch ungeklärter Ursache in Brand geraten waren und für eine riesige schwarze Rauchwolke sorgten. „Der grob aus südlicher Richtung kommende Wind trieb die Wolke in Richtung der Ortschaft Milkel und Umgebung“, sagte Polizeisprecher Thomas Knaup am Sonntag Abend. Lautsprecherdurchsagen rieten den Anwohnern, Fenster und Türen besser geschlossen zu halten. „Messungen der Feuerwehr und auch Lageeinschätzungen des Umwelt- und Gesundheitsamtes des Landkreises Bautzen zeigten aber keine erhöhte Schadstoffbelastung und damit verbundene Gefahr für die Umwelt und Bevölkerung“, so Knaup weiter in einer Pressemitteilung.

Zeitweise waren gut 120 Kräfte der Feuerwehr im Einsatz. Sie versuchten im Erstangriff, den Brandherd einzudämmen, konnten mit den Löschmaßnahmen jedoch nur ein Absinken der Temperatur bewirken. Der Brand selbst konnte nicht gestoppt werden. Noch am späten Nachmittag entschied man, die Lagerhalle kontrolliert abbrennen zu lassen. Nicht nur, weil der Einsatz für die Kameraden sehr gefährlich ist – auch, weil durch das Abbrennen des Mülls weniger Schadstoffe zurückbleiben, als bei einem massiven Löscheinsatz. Beispielsweise die tausenden Liter kontaminierten Löschwassers, welches in die kleine Spree fließen und so auch Fischzuchtanlagen erreichen könnte.

Die vielen Einsatzkräfte wurden am Sonntag Abend von Kameraden eines DRK-Einsatzzuges versorgt. So waren die zwei Komponenten „Sanität“ und „Betreuung“ vor Ort, um sich um die Feuerwehrleute zu kümmern. Im Anschluss wurde das Personal jedoch Stück für Stück herabgefahren. Am Montag Vormittag waren es schließlich nur noch eine handvoll Kameraden, die ein wachsames Auge auf die brennende Lagerhalle warfen. Unverändert loderten die Flammen im Inneren des Bauwerks, schwarze Wolken über sich lassend. Messtrupps waren weiter unterwegs, um die Schadstoffbelastung der Luft zu messen. Weiterhin ruft man dazu auf, Fenster und Türen zu schließen, sowie Obst und Gemüse aus dem Garten vor dem Verzehr sorgfältig abzuwaschen.

Fachleute prüfen derzeit, ab wann ein abschließender Löscheinsatz möglich ist, ob die Halle womöglich eingerissen werden muss und wie sich der Einsatz weiter gestalten wird. Eine Einsatzleitung wurde vor Ort eingerichtet. Ein Ende ist am heutigen Montag noch nicht abzusehen.