Einsatznachsorgeteam (ENT) ab Januar in Sachsen

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Ab 1. Januar 2017 ist das neue sächsische Einsatznachsorgeteam – kurz: ENT – einsatzbereit. Darüber informierte der hiesige Landesfeuerwehrverband an den Tagen nach Weihnachten auf seiner Internetseite. Eine dazugehörige Arbeitsgruppe hatte sich über Jahre hinweg mit der Organisation einer solchen Einheit beschäftigt, damit zukünftig ein Team bereit steht, welches nach belastenden Einsatz-Ereignissen gezielt auf die Bedürfnissen der sächsischen Feuerwehrangehörigen eingehen und sie psychisch betreuen kann.

Ab Januar 2017 werde das sogenannte „ENT Sachsen“ Einsatznachsorge für Einsatzkräfte nach den Richtlinien SbE (Stressbearbeitung nach belastenden Ereignissen) und CISM (Critical Incident Stress Management) Hilfe leisten können. Von Feuerwehrangehörigen für Feuerwehrangehörige. Die Mitglieder des ENT, sogenannte „Peers“ wurden an der Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Nardt speziell für ihren Einsatz ausgebildet. Von Beginn an dabei sind auch die Mediziner Dr. med. Ralph Kipke (BuKA Dresden) und Dr. Urs Lotterhos (Landesfeuerwehrarzt). Beide sind nicht nur medizinisch, sondern zusätzlich auch psychologisch geschulte Fachkräfte, welche den Teammitgliedern die notwendigen Informationen, aber auch Erfahrungen über Einsatznachsorge für Einsatzkräfte vermittelt haben. Dr.med. Ralph Kipke leitet z.B. bereits seit vielen Jahren das Einsatznachsorgeteam der Berufsfeuerwehr Dresden.

Alle Informationen im Hinblick auf Erreichbarkeit, Hintergründe zur Einsatznachsorge und zur Gründung sind auf der Website des LFV Sachsen unter dem Menüpunkt „Einsatznachsorge“ zu finden. Außerdem gibt es einen Flyer mit allen wissenswerten Informationen über das Team und die Alarmierung.

Das ENT ist beim Referat Soziales im LFV angesiedelt und im Notfall zentral über die IRLS Dresden unter Telefon 0351-50121-4110 von den Sächsischen Feuerwehren, die Mitglied des LFV Sachsen e.V. sind, anzufordern.