Feuerwehr rettet Arbeiter aus elf Metern Tiefe

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In Geierswalde und Umgebung heulten am Dienstag Vormittag die Sirenen! Kurz nach 10 Uhr wurde der Alarm für die Feuerwehr ausgelöst. Die Freiwilligen Wehren der Gemeinde, sowie die Berufsfeuerwehr aus Hoyerswerda wurden alarmiert. Ziel war eine Baustelle unweit von Tätzschwitz. Ein Bauarbeiter sollte sich hier in etwa 11 Metern Tiefe in einer hilflosen Lage befinden. Vor Ort angekommen stellte sich heraus, dass tatsächlich jemand in der Baugrube festsaß. Hier handelte es sich jedoch um den Sicherheitsbeauftragten der auf der Baustelle tätigen Firma. Er und seine Kollegen waren Teil einer Einsatzübung, die sowohl für die Feuerwehr, als auch für die Bauarbeiter selbst organisiert wurde. Gegenwärtig wird in der Elsterheide eine neue Trasse von Gasleitungen verlegt. An der Baustelle werden zwei Leitungen in fast elf Metern Tiefe unter der Elster hindurch gezogen. Da dies der gefährlichste Teil der Baustelle ist, lag es nahe, eine Übung durchzuspielen. Nur so kann man im Ernstfall am besten reagieren.

Vor Ort wurden sofort über Leiterteile einzelne Kräfte zum verunglückten Arbeiter geschickt. Die Besatzung des Rettungswagens der Berufsfeuerwehr versorgte den Mann medizinisch. Gleichzeitig wurde die Drehleiter in Stellung gebracht, um eine Trage nach unten abseilen zu können. Über mehrere Seile wurde dieser Vorgang abgesichert. Nachdem der Patient für den Transport stabilisiert wurde, zogen ihn die Kameraden wieder über die Drehleiter nach oben. Etwa eine Stunde verging von der Alarmierung bis zum Transport in den Rettungswagen. Ein durchaus beispielhaftes Ergebnis. Auch wenn solche Einsätze eher die Seltenheit sind, lief vieles sehr routiniert ab. Im Anschluss an die Übung gab es eine kleine Auswertung, bei der auch der gerettete Arbeiter kurz die Sicht aus der Ich-Perspektive schildern konnte. So konnten alle Beteiligten etwas dazu lernen.