Görlitz: Neue Streifenwagen für Deutsche & Polnische Beamte

Beinah geräuschlos gleiten sie dahin, die zwei Polizeifahrzeuge, die seit heute die gemeinsamen deutsch-polnischen Streifen beiderseits der Neiße zu ihren Einsatzorten transportieren. Auffallend blau-gelb und reflektierend, in sportlichem Design, leistungsstark und umweltbewusst. Die Rede ist von zwei nagelneuen VW Golf GTE, die seit Dienstag in der Polizeidirektion Görlitz eingesetzt werden.

Polizeipräsident Conny Stiehl: „Mit diesen Autos wird sichtbar, was für uns schon lange selbstverständlich ist: Die enge Zusammenarbeit mit unseren polnischen Kollegen. Gemeinsame Streifen haben sich bewährt und werden auch in Zukunft ein fester Bestandteil unserer Arbeit für die Sicherheit in der Grenzregion sein.“

Bei den beiden Sachsen-weit bislang einzigartigen Dienstfahrzeugen handelt es sich um zwei Limousinen vom Typ VW Golf GTE neuester Bauart, die auf polizei-typische Belange umgerüstet wurden. Die Viertürer werden im Normalbetrieb von einem 102 PS starken, umweltbewussten Elektromotor angetrieben. Bis zu 50 Kilometer weit bringt der Plug-in-Hybrid seine deutsch-polnische Besatzung emissionsfrei durch die niederschlesisch-sächsische Grenzregion. Wenn es dann mal fix gehen muss oder weitere Strecken auf dem Plan stehen, schalten sich die unter der Motorhaube schlummernden 150 Pferdestärken des Benzinmotors zu. Unter Volllast treiben 204 PS den Streifenwagen an.

Natürlich leuchten in der Lichtbrücke zwischen den modernen LED-Blaulichtern nicht nur die deutschen Anhaltesignale wie „Stop Polizei“ oder „Bitte Folgen“ auf. Die Streifenwagen sind selbstverständlich mehrsprachig ausgelegt. In englischer, deutscher und polnischer Sprache können die Verkehrsteilnehmer angeleuchtet werden.

Wesentliches Erkennungsmerkmal der beiden Limousinen ist nicht zuletzt auch die zweisprachig gestaltete Folierung der Heckscheibe. Hier ist das Wappen der sächsischen und polnischen Polizei weithin sichtbar. Jeder soll wissen: In diesen Streifenwagen sind deutsche und polnische Beamte gemeinsam unterwegs.

Die Anschaffung der beiden Volkswagen wurde maßgeblich von der Europäischen Union gefördert. In dem deutsch-polnischen Gemeinschaftsprojekt „Sicherer niederschlesisch-sächsischer Grenzraum – Erhöhung der Wirksamkeit von Aufklärungs- und Ermittlungsmaßnahmen der gemeinsamen Fahndungsgruppe Neiße“ wird die Verbesserung der Zusammenarbeit der sächsischen und polnischen Polizei gefördert. Die Anschaffungskosten der beiden Streifenwagen beliefen sich auf rund 97.000 Euro, von denen 82.500 Euro durch den Strukturförderfond EFRE der EU übernommen wurden. [Quelle: PD Görlitz]

 

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