Kommt die 6-spurige A4? Sachsen beantragt Autobahn-Ausbau beim Bund

Das sächsische Verkehrsministerium hat den Ausbau der Autobahn A4 zwischen dem Autobahndreieck Nossen und der Anschlussstelle Pulsnitz beim Bund fristgerecht beantragt. Ziel sei es, den Ausbaus der A4 in die Straßenbaupläne des Bundes aufnehmen zu lassen. Der Antrag ist in drei Teile gegliedert. Einer davon gilt dem sechstreifigen Ausbau der A4 vom Autobahndreieck Dresden-Nord (A13) bis zur Anschlussstelle Pulsnitz (S95) mit einer Länge von 15,3 km und Gesamtkosten in Höhe von 145,3 Mio. Euro. Durchschnittlich verkehren auf der A4 im Raum Pulsnitz 57.000 Fahrzeuge innerhalb von 24 Stunden. Die Spitzenwerte liegen hier zwischen 85.000 und 65.000 Fahrzeugen pro Tag. Mit dem nun beantragten Ausbau der A4 von zwei auf drei Spuren vom Autobahndreieck Dresden-Nord bis zur Anschlussstelle Pulsnitz und dem Anschluss an die bereits abschnittsweise dreistreifig ausgebaute S 177 (Ostumfahrung Dresden) entstehe künftig laut Sicht des Verkehrsministeriums ein leistungsfähiger Ring um Dresden. Darüber hinaus werde zusätzlich ein weiterer Antrag zum Ausbau der A4 von der Anschlussstelle Pulsnitz bis zur Anschlussstelle Bautzen vorbereitet. Aktuell würden die Verkehrsmengen in Richtung Bautzen/Görlitz aber nicht annähernd die Mindestzahlen erreichen, die als Richtwert für einen sechsstreifigen Ausbau gelten (mindestens 60.000 Kfz/24h). In Richtung Bundesgrenze nach Polen nehme das Gesamtverkehrsaufkommen weiterhin stetig ab, die Lkw-Anteile
würden jedoch weiter ansteigen.

Der Ausbau der A4 auf acht bzw. sechs Fahrstreifen sei eine mittel- bis langfristige Aufgabe. Denn nicht nur sämtliche Anschlussstellen in dem Abschnitt müssten neu gebaut werden, da diese ebenfalls um eine Spur versetzt werden müssten. Auch Brücken über die A4 oder über andere Straßen oder Flussbereiche müssten neu- oder umgebaut werden, da die bisherigen Brückenpfeiler der gewünschten breiteren Autobahn im Weg stehen würden. Eine teilweise Entlastung insbesondere der A4 erhofft sich der Freistaat durch die zukünftige Nutzung des Schienenverkehrs, sowie der sogenannten Rollenden Landstraßen.