Neue Informationen zum Gefahrguteinsatz in Neukirch

Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei kamen in der Nacht zu Montag in Neukirch zum Einsatz. Zeugen hatten bereits am Sonntagabend gegen 19:50 Uhr am Fuße eines Mehrfamilienhauses an der Parkstraße eine schwerstverletzten Mann aufgefunden und einen Notruf abgesetzt.

Die Polizeibeamten ermittelten vor Ort, dass es sich bei dem Verletzten um einen 51-Jährigen handelt, der eine Wohnung im vierten Obergeschoss des Mehrfamilienhauses bewohnt. Das Fenster der betreffenden Wohneinheit stand offen. Über eine Leiter der Feuerwehr verschafften sich die Polizisten Zugang zu den Räumlichkeiten. Die eigentliche Eingangstür war verschlossen und von innen mit Kisten verbarrikadiert. Andere Personen hielten sich nicht in der Wohnung auf. Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand gilt es daher als wahrscheinlich, dass sich der 51-Jährige in suizidaler Absicht aus dem Fenster im vierten Obergeschoss stürzte. Ein Rettungshubschrauber brachte den lebensbedrohlich verletzten Mann in ein Krankenhaus.

Bei der weiteren Inaugenscheinnahme der Räumlichkeiten entdeckten die Beamten Flaschen mit unbekannten Substanzen. Ein 49Jähriger Polizeibeamter erlitt aus bislang unbekannter Ursache eine plötzliche Hautrötung auf einer kleinen Stelle am Unterarm. Vorsorglich wurden daraufhin die restlichen elf Bewohner des Mehrfamilienhauses evakuiert. Spezialkräfte der Feuerwehr und des Landeskriminalamtes wurden angefordert, um die Substanzen zu analysieren. Bei den ersten Untersuchungen vor Ort stellte sich heraus, dass von den Stoffen keine unmittelbare Gefahr ausging. Sprengstoffe oder sogenannte „Molotowcocktails“, wie bereits in Medien berichtet wurde, waren nicht darunter. Die sechs Flaschen wurden sichergestellt, ihr Inhalt wird in einem Labor genau bestimmt werden. Die elf evakuierten Personen konnten in ihre Wohnungen zurück. Der 49 Jahre alte Polizeibeamte konnte seinen Dienst nach kurzer ambulanter Behandlung fortsetzen. Die Einsatzmaßnahmen vor Ort wurden am Montagmorgen gegen 05:00 Uhr beendet.

Die Kriminalpolizei übernimmt die weiteren Ermittlungen, um genau zu klären, was für Stoffe in den sichergestellten Flaschen gelagert wurden und wozu der 51Jährige diese in seiner Wohnung aufbewahrte.

[Quelle: Polizei | Foto: Symbolbild)]

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