Ostsachsen: Immer weniger Verkehrszeichen warnen vor Wildwechsel

Der Verkehrszeichenbestand „Wildwechsel“ wurde im vergangenen Jahr sachsenweit überprüft. Im Landkreis Bautzen werden nach Analyse der Verkehrsunfallsituation der Jahre 2011 bis 2013 in nächster Zeit viele Schilder abgebaut, einige gekennzeichnete Bereiche werden verkürzt oder erweitert, wenige kommen neu hinzu. An durch Wald führenden Straßen soll grundsätzlich auf derartige Beschilderung verzichtet werden: Im Wald ist immer mit Wild zu rechnen!

„Die Warnwirkung des Gefahrzeichens wird deutlich verbessert, wenn es nur an tatsächlich gefährlichen Stellen vorhanden ist.“ sagt Ingo Link, Leiter der Kreisunfallkommission. In der Vergangenheit wurden neu entstandene Wildunfall-Schwerpunkte stets mit dem Gefahrzeichen „Wildwechsel“ gekennzeichnet. Zum Abbau derartiger Schilder kam es dagegen so gut wie nie. So ist über die Jahrzehnte ein beträchtlicher „Schilderwald“ entstanden, der die Wahrnehmungsfähigkeit der Fahrzeugführer strapaziert.

Unfälle mit Wildbeteiligung haben einen großen Anteil am Verkehrsunfallgeschehen. Bislang steht noch kein wirksames Instrumentarium zur Verhinderung dieser Unfälle zur Verfügung. Eine aufmerksame und angepasste Fahrweise ist daher unerlässlich, um Kollisionen mit Wild zu vermeiden. (LRA Bautzen | Symbolbild)