Hitzewelle: Kliniken rechnen mit mehr Patienten

Die Krankenhäuser rechnen in den nächsten Tagen mit einer wachsenden Patientenzahl aufgrund der angekündigten Hitzewelle. Wie ein Sprecher der Asklepios-Kliniken mitteilte, rechne man damit, „dass zehn bis 25 Prozent der Patienten wegen hitzebedingter Beschwerden behandelt werden müssen“.  Wetterexperten erwarten in einzelnen Regionen Deutschlands Temperaturen von bis zu 40 Grad. Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme sowie allgemeines Unwohlsein sind dann die typischen Symptome der Patienten, die sich in einer Notaufnahme vorstellen oder dorthin gebracht werden. Häufig ist ein Flüssigkeitsmangel Ursache für die Beschwerden. Kleine Kinder und ältere Menschen reagieren dabei empfindlicher auf einen Flüssigkeitsverlust, z. B. durch Schwitzen, weil bei ihnen der Anteil von Flüssigkeit am Körpergewicht nur 50 Prozent ausmacht.

„Besonders gefährlich sind der Flüssigkeitsmangel und die direkte Hitzeeinwirkung“, erklärt Priv.-Doz. Dr. Carsten Schneider, Chefarzt der Abteilung für Innere Medizin und Kardiologie am Asklepios Westklinikum Hamburg. Der Mangel an Flüssigkeit im Körper ist dabei Folge von zu geringer Flüssigkeitsaufnahme und einem großem Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen. „Die Patienten klagen dann über Kopfschmerzen, Schwindel, Kreislaufprobleme und allgemeines Unwohlsein. Aber auch eine Bewusstseinstrübung kann eine ernstzunehmende Folge der Hitze sein“, so Priv.-Doz. Dr. Schneider. Insbesondere kleine Kinder sowie alte und kranke Menschen müssen in dieser Jahreszeit besonders vorsichtig sein, warnt der Internist und Herzspezialist. Bei Patienten mit Herzschwäche ist bei zunehmenden Beschwerden zeitnah der Hausarzt zu kontaktieren. Tägliches Wiegen sowie regelmäßige Blutdruckkontrollen können zur Einschätzung des Flüssigkeitshaushaltes und der Kreislaufsituation dienen.

Während die meisten Menschen die Sommerwärme voll genießen, sollten vor allem ältere Menschen und Kinder vernünftig mit der Hitze umgehen. Diese Tipps haben die Experten der Asklepios Kliniken:

  • 1. Tragen Sie luftige Kleidung.
  • 2. Halten Sie sich in kühlen Räumen auf.
  • 3. Vermeiden Sie ungewohnte körperliche Anstrengung.
  • 4. Setzen Sie sich nicht der prallen Sonne aus (z.B. bei der Arbeit im Garten).
  • 5. Gönnen Sie sich eine verlängerte Mittagspause, machen Sie Siesta.
  • 6. Bevorzugen Sie leichte Kost wie Gemüse, Fisch oder Obst.
  • 7. Trinken Sie mehr als sonst, „immer über den Durst“, aber keinen Alkohol.
  • 8. Bei Hitze verbraucht der Körper mehr Natrium. Deshalb ist es ratsam, natriumreiches Mineralwasser zu trinken.
  • 9. Tragen Sie eine helle Kopfbedeckung, wenn Sie in der Sonne unterwegs sind.
  • 10. Lassen Sie niemals Kinder oder Haustiere in einem geparkten Auto zurück.

Wenn es zu einem Hitzschlag oder Kollaps gekommen ist oder der Verdacht besteht, ist sofort der Rettungsdienst unter der Telefonnummer 112 zu verständigen. Bringen Sie den Betroffenen an einen kühlen Ort, lockern Sie seine Kleidung, kühlen sie mit feuchten Tüchern ab und reichen Sie Getränke, nicht zu kühl und nicht zu viel auf einmal.

(Symbolbild Fotolia.com)

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