Jeder kennt den auffälligen Heulton einer Sirene. Regelmäßig finden Proben statt, an denen die Funktion von Sirenen getestet wird. Denn diese müssen immer funktionieren. Vielerorts werden sie dafür genutzt, um die Freiwilligen Feuerwehren im Einsatzfall zu alarmieren. Doch auch für den normalen Bürger ist eine Sirene extrem wichtig. Es gibt nämlich verschiedene Signale, die man auch als Privatperson kennen und beachten sollte.

Beim regelmäßigen Probealarm heult die Sirene kurz für 12 Sekunden auf. Hier wird nur getestet, ob sie noch korrekt funktioniert. Es ist keine Handlung erforderlich.

Bei einer Alarmierung der Feuerwehr heult die Sirene drei Mal. Dies dauert etwa eine Minute. Für den Bürger ist keine Handlung erforderlich.

Wesentlich wichtiger ist das Signal mit der Bezeichnung „Warnung der Bevölkerung“ oder umgangssprachlich auch als Katastrophenalarm bekannt. Hier gibt es einen auf- und abschwellenden Heulton, ähnlich wie früher der sogenannte „Fliegeralarm“. Eine Minute lang heult die Sirene dabei auf und ab. Hier sind unbedingt folgende Verhaltenshinweise zu beachten:

Verhaltenshinweise bei Sirenenalarm „Warnung der Bevölkerung“:

  • Ruhe bewahren und nicht in Panik geraten
  • Gebäude oder die eigene Wohnung aufsuchen und dort verbleiben
  • Fenster und Türen schließen, sowie Klimaanlagen abschalten
  • Nachbarn informieren, falls diese den Alarm nicht mitbekommen haben
  • regionalen Radiosender einschalten und Sicherheitshinweise beachten
  • den Notruf 110 oder 112 nur im dringenden Notfall benutzen
Das Signal „Warnung der Bevölkerung“ wird beispielsweise bei Hochwasser, chemischen Bedrohungen oder Großbränden mit giftiger Rauchentwicklungen angewendet. Es ist nicht mit dem normalen Feueralarm zu verwechseln, bei dem die Sirenen drei Mal mit einem langgezogenen Ton aufheulen.