Schon wieder Waldbrände? Feuerwehren rücken mit Großaufgebot aus

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Viele Einsätze haben die Feuerwehren im Landkreis Bautzen diesen Sommer in den Wäldern ausgeführt. Die starke Hitze und die große Trockenheit sorgten dafür, dass es immer wieder zu Waldbränden kam, deren Bekämpfung meistens stundenlang andauerte. Am gestrigen Donnerstag schrillten zu dieser für Waldbrände unüblichen Jahreszeit in mehreren Gemeinden im Landkreis aber erneut die Sirenen und Funkmeldeempfänger. Fast zeitgleich vermeldete die Integrierte Rettungsleitstelle Ostsachsen mehrere Waldbrände. So auch in der Massenei bei Großröhrsdorf. Unweit des beliebten Freizeitbades sollte ein größeres Gebiet in Flammen stehen. Dem war zum Glück nicht so, der Feuerwehr-Ortsverband Rödertal hatte hier eine Übung vorbereitet, so wie auch die Feuerwehren an den anderen Einsatzorten. Ziel dieser war es, das Zusammenwirken vieler Kräfte zu proben. Man wollte eine spezielle Wassergasse aufbauen um eine herannahende Flammenfront wirksam aufhalten zu können. Dazu musste auch eine stabile Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke aufgebaut werden. Hier kamen Mannschaft und Gerät aber langsam an ihre Grenzen. Zwar unterstützte ein benachbartes landwirtschaftliches Unternehmen die Einsatzkräfte mit einem 14.000 Liter Tankwagen, der nahe liegende Steinteich jedoch war viel zu verdreckt und ungepflegt, um ständig ausreichend Löschwasser abzugeben. Dennoch konnte die Wassergasse mit 12 Strahlrohren betrieben werden. Im Ernstfall wäre dies ein wichtiges Intrument, um eine Ausbreitung eines größeren Wald- oder Flächenbrandes zu verhindern. In den kommenden Wochen werden die Ergebnisse dieser Übung ausgewertet, sodass man auch in der kommenden Saison für Waldbrände gerüstet ist und im Fall der Fälle wirksam eingreifen kann.