Schwerer Unfall auf der A4 – Autofahrer umfahren einfach die Absperrung

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Dienstagvormittag hat sich auf der BAB 4 kurz vor dem Autobahntunnel Königshainer Berge ein schwerer Verkehrsunfall ereignet. Drei Menschen wurden dabei verletzt. Während der Fahrt in Richtung Görlitz war an einem in Polen zugelassenen Citroen Berlingo ein Reifen geplatzt. Der 23-jährige Fahrer verlor die Kontrolle, das Auto geriet ins Schleudern. Es prallte gegen einen Sattelzug, anschließend in die Mittelleitplanke und überschlug sich. Der Citroen blieb auf dem Dach liegen. Der Fahrer und ein drei Jahre älterer Insasse wurden bei dem Unfall leicht verletzt, der 30-jährige Beifahrer verletzte sich schwer. Der Schachschaden bezifferte sich nach ersten Schätzungen in Summe auf rund 13.000 Euro.

Ein Rettungshubschrauber landete an der Unfallstelle. Daher wurden beide Fahrspuren der Autobahn voll gesperrt. Der Helikopter brachte den 30-Jährigen in ein Fachkrankenhaus. Danach wurde um 12:20 Uhr die Richtungsfahrbahn Dresden wieder für den Verkehr freigegeben. Zur Unfallaufnahme und Bergung blieb die Richtungsfahrbahn Görlitz bis in den Nachmittag voll gesperrt. Die letzte freie Abfahrt war die Anschlussstelle Nieder Seifersdorf.

Während den Bergungsmaßnahmen kam es zu einer für die Retter gefährlichen Situation. Etwa 30 Autos waren in Fahrtrichtung Dresden über Schleichwege und die Notzufahrt zum Autobahntunnel wieder auf die Autobahn aufgefahren. Sie hatten die Straßensperrung der Polizei umfahren. Die Rettungskräfte waren mehr als überrascht, als in ihrem Rücken auf der eigentlich gesperrten Fahrbahn mehrere Autos angefahren kamen. Streifen der Autobahnpolizei, die an anderer Stelle auch dringend benötigt wurden, stoppten die Irrfahrer und verhinderten Schlimmeres. [Quelle: Polizei | Foto: Symbolbild]