Staatsanwalt bestätigt: Vater wollte offenbar sich und seine Kinder umbringen

Was müssen die beiden Kinder nur durchlebt haben? Ihr Vater, ein 46-jähriger Kosovo-Albaner, hatte die vier und fünf Jahre alten Kinder gemäß Absprache am Wochenende bei ihrer Mutter abgeholt. Beide Eheleute lebten seit kurzem getrennt, familiäre Zerwürfnisse waren die Folge. Doch statt mit den Kindern einen schönen Ausflug zu unternehmen, endete das Wochenende in einer Tragödie. Sonntag Nachmittag raste der Vater samt der beiden Kinder die B6 entlang. Auf einer gerade Strecke in der Nähe von Fischbach krachte der Wagen gegen einen Baum. Der Junge und das Mädchen waren sofort tot, der Fahrer überlebte den Unfall. Wie die Staatsanwaltschaft Görlitz jetzt in einer Pressemitteilung bestätigte, handelte es sich hier um keinen gewöhnlichen Unfall. „Nach dem gegenwärtigen Ermittlungsstand ist davon auszugehen, dass der Vater der Kinder […] den Versuch eines sogenannten erweiterten Suizids unternahm“, so Sebastian Matthieu, Oberstaatsanwalt in Görlitz. Demnach wird davon ausgegangen, dass der 46-jährige Tatverdächtige sich und die beiden Kinder absichtlich umbringen wollte. Offenbar waren ihm die familiären Probleme über den Kopf gewachsen, sodass er diese unvorstellbar schreckliche Tat begang. Mittlerweile wurde Haftbefehl gegen den Mann erlassen. Gegen ihn wird jetzt wegen des Verdachts des Mordes aus niedrigen Bewegtgründen ermittelt. Die Mordkommission der Polizeidirektion Görlitz hat diese Ermittlungen übernommen. Es wurde angeordnet, die Kindsleichen zu obduzieren. Auch ein Unfallanalytiker soll Aufklärung über das tatsächliche Geschehen vom vergangenen Sonntag geben.

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