Statistik zeigt: Mehr Unfälle in Ostsachsen

Schwerer Unfall am Freitag Morgen auf der B96 bei Neschwitz. Hier stießen kurz vor dem Bahnübergang Holscha zwei PKW frontal zusammen. Drei Personen wurden dabei verletzt. Die Feuerwehr musste anrücken, und den schwer verletzten Fahrer des VW aus seinem Auto befreien. Dazu nahmen die Einsatzkräfte mit schwerem Gerät das Dach des Fahrzeugwracks ab. Mit einem Hubschrauber wurde der Mann in ein Krankenhaus gebracht. Während der Rettungsmaßnahmen war die B96 voll gesperrt. Erst vor gut einem Jahr kam es an der selben Stelle zu einem tödlichen Unfall. Offenbar ist der Straßenverlauf für die Autofahrer eine Herausforderung, die Piste macht an der Stelle nach einem Neubau einen Knick.

In Ostsachsen hat es 2015 mehr gekracht, als im Vorjahr. Das zeigt die Verkehrsunfallstatistik der Polizeidirektion Görlitz, welche am Freitag veröffentlicht wurde. Während 2014 noch etwa 15.600 Unfälle registriert wurden, so waren es 2015 rund 15.800 Unfälle, die sich in den Landkreisen Bautzen und Görlitz ereigneten. Vor allem Wildunfälle hätten deutlich zugenommen. Und auch die Zahl der Verletzten sei angestiegen. Besonders tragisch: insgesamt stieg die Zahl der Verkehrstoten um 16 Prozent von 30 auf 35 an. Hauptunfallursachen seien unverändert zu hohe Geschwindigkeit, Vorfahrtsfehler, unzureichender Sicherheitsabstand sowie Alkohol- und Drogenkonsum. Allein bei Geschwindigkeitskontrollen habe man im vergangenen Jahr insgesamt rund 168.000 Verstöße festgestellt. Etwa jeder fünfte Unfall war außerdem mit einer Fahrerflucht verbunden. Hier konnte die Polizei nur 40 Prozent der Unfallfluchten aufklären.

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