Verletzte und Festnahmen bei Flüchtlings-Ankunft in Bischofswerda

In der Bischofswerdaer Südvorstadt herrschte in der Nacht zu Freitag Ausnahmezustand. Nachdem sich gegen 21 Uhr etwa zwei dutzend Personen vor dem zukünftigen Asylheim versammelten, wurde die Menschenmenge nach und nach immer größer und auch lauter. Autos wurden angehalten und lautstarke Diskussionen zum Thema Asyl geführt. Die Polizei rückte schließlich mit einem Großaufgebot an und riegelte das Gelände um die ehemalige Herrenmode-Halle ab. Als der erste Bus mit Flüchtlingen kurz vor Mitternacht eintraf, schien die Lage dann kurzzeitig zu eskalieren. Die Asylkritiker versammelten sich um den Bus und riefen Parolen. „Ihr seid hier nicht willkommen“ war zu hören, die Polizei versuchte die aufgebrachten Menschen zu beruhigen. Doch immer wieder stellten sich Personen in den Weg, sodass der Bus anhalten musste. Und auch hinter dem Fahrzeug kam es zum Gerangel zwischen Polizisten und Gegnern. Plötzlich kam eine Frau zu Fall, sie blieb am Kopf blutend auf der Straße liegen. Die Polizei zog sich zurück, die Stimmung heizte sich so weiter auf. Schließlich rief man einen Rettungswagen, der die 46-jährige ins Krankenhaus brachte. Währenddessen konnten die ersten Asylbewerber in das Heim einziehen, erneut unter lauten Buh-Rufen der Asylgegener. Gegen 1 Uhr sprach die Polizei für alle anwesenden Bürger einen Platzverweis aus, der noch bis in die Morgenstunden gültig sei. Wer dem nicht folgte, wurde in gewahrsam genommen. So auch zwei junge Männer, die abgeführt und durchsucht wurden.

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