Wehrsdorf: Freiwillige Feuerwehr probt den Ernstfall

Sirenenalarm am Dienstag Abend in Wehrsdorf bei Sohland. Sofort rücken die Einsatzkräfte aus, ihr Ziel ist der Geißlerweg. Hier dringt Qualm aus der ehemaligen Lehrwerkstatt, die Ende der Woche abgerissen werden soll. Kinder sind im Gebäude zu hören, Feuerwehrleute eilen hektisch umher. Brennt es wirklich? Nein, zum Glück handelt es sich nur um eine Übung. Der zeitnahe Abriss des Gebäudes bot es an, kurzfristig das Abrisshaus für Übungszwecke zu nutzen. So wurden die Kameraden der Ortswehren Wehrsdorf, Taubenheim und Sohland/Spree mit dem Stichwort „Rauchentwicklung in Industriebrache“ alarmiert. Zuerst galt es, eine Wasserversorgung aufzubauen und zeitgleich Mehrere Trupps mit Atemschutz auszurüsten. Diese öffneten dann die Eingangstür und machten sich auf dem Weg ins Gebäude. Zuvor hatte der Gruppenführer bei seiner Erkundung die Kinder lokalisieren können. Nach und nach holten die Atemschutztruppe diverse Kinder und Jugendliche aus dem verqualmten Haus, während ein erster Innenangriff eingeleitet wurde. Anfangs nutzte man einen Unterflurhydranten zur Wasserentnahme, anschließend wurde eine Tragkraftspritze an einem offenen Gewässer platziert. Hier richtete man eine Staustelle ein. Hierfür wurden auch Sandsäcke an einem Spielplatz befüllt, damit ausreichend Wasser zum Ansaugen aus dem Bach angestaut werden konnte. Im Großen und Ganzen war die Einsatzleitung zufrieden mit den Maßnahmen, die die Kameraden während der Übung trafen. Kleine Verbesserungen sind aber immer möglich und um diese zuerkennen ist eine Übung ja schließlich da.