Wenn wenige Sekunden über Leben und Tod entscheiden können…

Manchmal möchte man vielleicht nicht unbedingt in der Haut eines Feuerwehrmannes stecken. Vor allem dann nicht, wenn es darum geht, wichtige Entscheidungen zu treffen. Hier geht es oft um Menschenleben. Schon wenige Sekunden können über Leben und Tod entscheiden. Dass das nicht aus der Kalten funktioniert, ist klar. Viele der ehrenamtlichen Kameraden müssen daher regelmäßig an Übungen teilnehmen, um auch psychisch fit zu bleiben. Eine dieser Übungen fand am Montag Abend in Frankenthal statt. Über Funkmeldeempfänger und Sirene wurden die Kameraden der umliegenden Feuerwehren zu einem Verkehrsunfall gerufen, bei dem Personen in einem Auto eingeklemmt waren. Auch ein Feuer soll ausgebrochen und auf eine Scheune übergegriffen sein. Sofort eilten die Retter mit Blaulicht und Martinshorn an den Unglücksort. Von Übungsstimmung keine Spur, alles erschien wie im Ernstfall. Der Einsatzleier verschaffte sich ein Bild vor Ort und wies seine Kameraden ein. Jeder hatte eine Aufgabe. Die Führungskraft musste entscheiden: Zuerst das Feuer löschen und dann die Personen aus dem Auto holen? Oder doch das Leben der Kameraden auf’s Spiel setzen und sofort die Menschen aus dem brennenden PKW retten? Was ist mit den Leuten, die noch in der brennenden Scheune sind? Reichen die Feuerwehrleute aus, um alle Verletzten zu retten? All das ging dem Einsatzleiter gleichzeitig durch den Kopf. Und innerhalb von Sekunden mussten Entscheidungen für diese Fragen getroffen werden. Entscheidungen, die vielleicht nicht immer die richtigen sind. Aber es sind Entscheidungen, die Menschenleben retten können. Vor allem Erfahrungswerte spielen hier eine große Rolle. Das zeigte sich auch in Frankenthal. Der Einsatzleiter gab zielgerichtete Kommandos, seine Mannschaft führte die Befehle in Windeseile aus. Die Flammen am PKW wurden kurz abgelöscht, eine Person über den Kofferraum gerettet. Gleichzeitig baute man eine Wasserversorgung auf, ehe die zweite Person mit hydraulischem Rettunsggerät aus dem Unfallauto befreit wurde. Währenddessen waren weitere Kameraden zur Stelle, die mit dem Löschen der Scheune begannen und in dem Gebäude nach weiteren Verletzten suchten. Hut ab vor den Leistungen, die die Freiwiliigen Feuerwehren in ihrer Freizeit tagtäglich erbringen. Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich solche wichtigen Entscheidungen zumutet und oft sein eigenes Leben für das Anderer auf’s Spiel setzt.

 

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