Fischsterben nach Brand in Olbersdorf

In Olbersdorf ist es nach dem Brand am 20. August zu einem massiven Fischsterben an der Grundbachsenke gekommen. Darüber informierte jetzt der Anglerverband „Elbflorenz“ Dresden. Nach Angaben des Vereins könnte es zu einer umfassenden Gewässerverunreinigung durch abfließendes Löschwasser gekommen sein. „In Folge der plötzlich eintretenden Sauerstoffmangelsituation bei den herrschenden meterologischen Bedingungen trat ein massives umfängliches Fischsterben im Gewässer auf“, so der Anglerverband auf seiner Internetseite. Dem Bericht zufolge seien alle Fischarten und alle Fischgrößen betroffen. Viele Angler aus den umliegenden Vereinen hätten bereits reagiert und über einen Zeitraum von mehreren Tagen den überwiegenden Teil der eingetretenen Fischverluste eingesammelt. Insgesamt wurden so mittlerweile rund 2,8 Tonnen Fischkadaver entsorgt. Angeln sei im betroffenen Gewässer bis auf Weiteres verboten.

Unterdessen kommt in Feuerwehrkreisen die Frage auf, wie solche Gewässerverunreinigungen vermieden werden können. Das Stichwort lautet hier Löschwasserrückhaltung. Doch in der Realität ist es häufig sehr schwierig, entsprechende Vorkehrungen zu treffen. Zwar gibt es die Möglichkeit, das Löschwasser aufzufangen und in einem Kreislauf wiederzuverwenden. Dies ist jedoch nicht möglich, wenn wie im Fall Olbersdorf auch Schaum zum Löschen verwendet wird. Außerdem ist es mit einem enormen technischen Aufwand verbunden, das kontaminierte Löschwasser aufzufangen. Den meisten Feuerwehren fehlt die nötige Ausrüstung, um wirkungsvolle Maßnahmen einzuleiten. Mehr als das Abdichten von Gullys ist den meisten Wehren nicht möglich. Doch wohin fließt das Löschwasser dann? Verschiedene Fachgruppen des Technischen Hilfswerkes könnten hier unter Umständen aushelfen und müssten im Bedarfsfall bei länger andauernden Einsätzen rechtzeitig hinzugezogen werden. Spezielle und auch improvisierte Maßnahmen könnten es ermöglichen, dass das Löschwasser zum größten Teil aufgefangen wird und dann mit Saugwagen abtransportiert werden kann. Zuvor kann mithilfe von ABC-Einheiten ein Schnelltest erfolgen, um zum Beispiel pH-Werte und Bestandteile des Löschwassers zu prüfen.

Ob die Feuerwehrleute im Fall Olbersdorf Konsequenzen zu erwarten haben ist bislang nicht bekannt. Täglich wurden hier mehr als 10.000 Kubikmeter Wasser zum Löschen verwendet, was eine Rückhaltung nach Einschätzung der Einsatzleitung unmöglich erscheinen ließ.