Hagenwerder: „Fallschirm“ gerät in Freileitung

Ein ordentlicher Schreck dürfte einer 27-Jährigen wohl in die Glieder gefahren sein, als sie am frühen Mittwochnachmittag einen vermeintlichen Fallschirmspringer beobachtete, welcher am Radweg nahe Hagenwerder augenscheinlich mit einem Starkstrommast kollidierte. Sofort stieg eine Rauchwolke auf. Die couragierte Zeugin rannte zum Unfallsort. Dort sah sie zwar ein großes Tuch im Stromkabel hängen, von dessen Nutzer fehlte jedoch jede Spur.

Schnell stellte sich heraus, dass ein Kitesurfer das windige Wetter für einen „Ritt“ auf dem Berzdorfer See nutzen wollte. Er schnappte sich Board und Schirm, doch ehe seine Vorbereitungen abgeschlossen waren, entriss eine Windböe dem 34-Jährigen den Kiteschirm und trug ihn davon. Der Schirm landete in der Hochspannungsleitung und verursachte Stromschwankungen. Die gerufenen Polizisten und Rettungskräfte fanden seinen Besitzer ganz in Neopren völlig unversehrt vor.

Mitarbeiter des Energieversorgers ENSO hatten den Schirm und alle Störungen gegen 14:15 Uhr beseitigt. Der Straßenverkehr auf der anliegenden Bundesstraße 99 wurde von dem Geschehen nicht beeinträchtigt. (Text: PD Görlitz | Foto: Symbolbild)